
Viele Kunden und Unternehmen, die das Apple iPad und/oder das iPhone eingeführt haben, befassen sich mit der Verteilung von Apps. Solange diese Apps kostenfrei sind, haben die Unternehmen keinen großen Aufwand, diese über ein Mobile Device Management System zu verteilen und zu managen. Kommen jedoch kostenpflichtige Apps auf die Whitelist, gibt es die ersten Probleme: Wie werden diese Apps gekauft/bezahlt?
Stand heute, den 01.03.2012, bietet kein AppStore Betreiber (Android Marketstore, BlackBerry AppWorld, Windows Marketplace, etc.) den Unternehmen eine Möglichkeit, Apps in großen Mengen zu kaufen und zentral an die bestehenden Devices zu verteilen. Bislang müssen die Enduser die Apps selber kaufen und über interne Verrechnungswege (RKA, etc.) den Wert zurückbuchen lassen. Für jede Buchhaltungsabteilung ein großer Aufwand.
Apple startete nun vor wenigen Monaten das Apple Volume Purchase Program – Eine Möglichkeit, mit einer Apple Unternehmens-ID eine Anzahl an Lizenzen zu erwerben und diese über ein Mobile Device Management System an die bestehenden Devices zu verteilen. Die Rechnung hierfür wird direkt für das Unternehmen erstellt, der Enduser hat mit der Abrechnung keinen Aufwand.
Allerdings besteht dieses Programm derzeit nur für die USA – Ein Marktstart in Deutschland sollte bald erfolgen, einen genauen Termin gibt es jedoch nicht.
Um meinen Kunden eine Sammlung an Informationen zur Verfügung stellen zu können, habe ich hierzu ein paar Fakten notiert, die Sie bei der Verwendung des Apple VPP’s wissen sollten:
- Apple VPP ist derzeit nur in der USA verfügbar – ein deutscher Marktstart steht kurz bevor
- Deutsche / Europäische Unternehmen, die Niederlassungen/Lokationen in den USA haben, könnten zwar technisch das Apple VPP Programm nutzen. Allerdings führt Apple eine Prüfung durch: Sobald man versucht, eine App, die über das amerikanische VPP bezogen worden ist, auf ein deutsches/europäisches iOS Device zu pushen, erfolgt folgende Fehlermeldung:

Somit müssen sich deutsche / europäische Unternehmen noch gedulden, bis das Apple VPP offiziell bei uns unterstützt wird.
- Ein VPP Code, dass an eine bestehende Apple ID versendet wird, kann nicht wiederverwendet werden. Somit sollten Unternehmen darauf achten, ob eine Verwendung von privaten Apple IDs im Unternehmen gewünscht ist – Sie “verschenken” somit die App-Lizenz an den User, wenn dieser mit seiner privaten Apple ID das Unternehmen verlässt. Wir raten eher dazu, dass Unternehmen für die Verwendung von iOS Devices Unternehmens-Apple ID erstellt und verwendet. Somit bleibt die Lizenz im Besitz des Unternehmens. (Eine Unternehmens-Apple-ID ist eine erstellte Apple ID, bei der die Firmenkontaktdaten hinterlegt sind, wie z.B. Anschrift und E-Mail Adresse).
- Bis das Apple VPP nach Deutschland kommt, empfehlen wir Unternehmen, die “Verschenk-Option” über den Apple AppStore zu verwenden. Diese funktioniert ähnlich wie das Apple VPP, ist aber vom Aufwand her etwas höher. Sie kaufen mit einer Unternehmens-Apple-ID eine gewisse Stückzahl an Apps, und “verschenken” diese an definierte Apple IDs. Die Enduser erhalten dann den Hinweis, diese App als Geschenk bekommen zu haben, und können sich diese nun manuell installieren. Der Aufwand ist zwar höher, aber jedoch der gangbarste Weg für Unternehmen.
Weitere Informationen zum Apple VPP gibt es direkt bei Apple: Apple VPP (PDF)
Die Verwendung von Apple IDs und der Möglichkeit, kostenpflichtige Apps zu verteilen, ist sehr umfangreich. Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen hierzu gerne zur Verfügung!